Karlsruhe – als alles begann

Karlsruhe Schloss | © panthermedia.net / Hunter Bliss Karlsruhe Schloss | © panthermedia.net / Hunter Bliss

Die Stadtgeschichte von Karlsruhe steht und fällt mit dem Karlsruher Schloss. Im Jahre 1715, im Zeitalter des Barocks, wurde Karlsruhe als Planstadt entworfen. Das Schloss, das im Jahre 1718 von dem Baumeister Jacob-Friedrich von Batzendorf fertiggestellt wurde, sollte der Mittelpunkt der neuen Stadt werden. Um das Schloss herum wurden fächerförmig 32 Straßen angelegt, um die herum nach dem Geschmack der Zeit Bäume gepflanzt wurden. Die Alleen der „Fächerstadt“ trugen die Namen von 32 hochgestellten adligen Persönlichkeiten.

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Das Schloss als Residenz der Markgrafen

Der Stadtgründer von Karlsruhe hieß Markgraf Karl-Wilhelm von Baden-Durlach. Ursprünglich sollte das von ihm in Auftrag gegebene Schloss ein barockes Lustschloss werden. Darauf deutet der Name „Carols Lust“ hin, den er dem Schloss vermachte. Bekanntlich entwickelte sich aus dem Namen des Schlosses der heutige Stadtname. Als das Schloss stand, entschied sich der Markgraf anders und erklärte sein neues Schloss zu seinem Wohnsitz und seiner Regierungsresidenz. An dieser Funktion sollte sich bis zur Novemberrevolution im Jahre 1918 nichts ändern. Das Schloss blieb der Regierungssitz erst der Markgrafen, dann der Kurfürsten und dann der Großherzöge von Baden.

Bauliche Veränderungen in der Mitte des 18. Jahrhunderts

In der Mitte des 18. Jahrhunderts folgten umfassende Veränderungen innerhalb der Schlossanlage. Im Zuge einer großangelegten Restaurierung des Schlosses wurden die Baumaterialien aus Holz durch Steinelemente ersetzt. Gleichzeitig folgten radikale Um- und Ausbauten, was dem vormals barocken Schloss zusätzliche klassizistische Elemente einhauchte. Ein Beispiel für die Umgestaltung des Karlsruher Schlosses sind die Veränderungen am 51 Meter hohen siebengeschossigen Schlossturm. Das vormals freistehende Gebäude wurde in den Mittelbau integriert. Der Turm erhielt außerdem seine prachtvolle Kuppel.

Die Weltkriege als Zäsur

Nach der Abdankung des Kaisers im Jahre 1918 verloren im Deutschen Reich auch die untergeordneten Adligen ihre herrschaftliche Position. Somit diente das Karlsruher Schloss nicht länger als großherzoglicher Regierungssitz. Das Schloss erhielt aber als Stätte des Badischen Landesmuseums eine neue Funktion. Dieses eröffnete im Jahre 1921 in den herrschaftlichen Räumlichkeiten. Neben dem Badischen Landesmuseum, das in seiner historischen Betrachtung bis in die Urgeschichte der Menschheit zurückgeht, befinden sich in der Schlossanlage heute auch Teile des Bundesverfassungsgerichts.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss mit Tarnfarbe überstrichen, damit feindliche Bomber es nicht als Ziel ausmachen konnten. Trotzdem folgte die Zerstörung des Schlosses, das großflächig ausbrannte. Nach dem Krieg waren Not und Elend in jeder Hinsicht groß. In dieser Zeit wurde ein vollständiger Abriss des Schlosses erwogen, an dessen Stelle Wohnraum für die ausgebombte Bevölkerung geschaffen werden sollte. Als Ergebnis der Verhandlungen wurde diese Idee verworfen.

Der stattdessen beschlossene Neuaufbau des Schlosses erstreckte sich aber nur auf die Außenfassade, während die Innenanlage den Erfordernissen eines Museums angepasst wurde. Die geretteten Teile des Inventars befinden sich heute auf dem Schlossgelände. Das Schloss verlor seine Prachtsäle wie den Marmorsaal und den Gartensaal. Auch großartige Gemälde wie „Die Geburt der Venus“ wurden ein Raub der Flammen. Der Neubau des Schlosses ist allerdings nach wie vor theoretisch möglich, weil von allen Sälen Fotografien vorhanden sind.

Die Strahlkraft des Schlosses

Eindrucksvoll ist nicht nur die klassizistische Schlossanlage. Auch die Außenanlagen bestechen mit edelster Schönheit. Zu den Außenanlagen gehören der Schlossgarten sowie der Schlosspark mit dem markanten Brunnen. Der botanische Garten in der Außenanlage beherbergt unter anderem einen Kakteengarten, ein Palmenhaus sowie ein Orchideenhaus. Zudem ist der Garten durch seine Auswahl von eindrucksvollen exotischen Gehölzen und Pflanzen weltbekannt. Zu den Außenanlagen gehörte früher auch eine Schlosskirche. Doch auch diese wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

Getreu der barocken Stadtentwicklung waren die schönsten Gebäude der Stadt in der Schlossnähe aufgebaut. Sie trugen damit zur Strahlkraft des Schlosses bei. So befinden sich auch heute noch weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten von Karlsruhe in unmittelbarer Schlossnähe. Dazu gehören das Fasanenschlösschen, der Fasanengarten, die chinesischen Teehäuschen, die Pyramide (Mausoleum des Stadtgründers), der Marktplatz, das Teehaus, die Majolika (die weltberühmte Keramikmanufaktur), das Wildparkstadion sowie Teile der Universität. Das Karlsruher Schloss ist heute Schauplatz bedeutender Festivitäten. Weltberühmt sind zum Beispiel die Schlosslichtspiele, die regelmäßig Millionen Menschen in ihren Bann ziehen.

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